Affe – Aap

Was für eine Abreise!

Nun sitze ich hier, in Johannesburg und warte, dass ich morgen für den Busch abgeholt werde… Doch die letzten Wochen vor der Abreise inklusive Abreise waren nicht locker flockig. Eher holprig wie eine alte Achterbahn. Auf und ab und auf und ab und lass uns noch ne Runde drehen! Ich hab mich gefühlt, wie die Affen, die von einem Baum zum anderen schwingen – immer in der Hoffnung nicht abzustürzen. Manchmal wars knapp, manchmal war es auch ein easy Sprung der mir Schmetterlinge im Bauch verlieh. Und manchmal flog ich auch einfach blind und hoffte dass es irgendwie aufgeht.

Einige Wochen vor Abreise – Tolle Momente mit den Liebsten

Meine letzten Monate vor meiner Abreise waren geprägt von vielen Lieben Menschen, tollen Abenteuern und viel Stress und Bürokratie. Es braucht unglaublich viel Vorbereitungen und unzählige Abklärungen. Step by Step habe ich alles zusammengetragen. Nebenbei durfte ich noch Ferien in Griechenland mit meiner Familie machen, habe die Pride / CSD in Berlin besucht, bin eine Chesna geflogen, habe einen kurz-Tripp ins Tessin gemacht um ein verlorenes Ketteli zu holen und viele weitere tolle Abende habe ich erlebt.
Meine Freund*innen haben in den letzten Monaten nochmals alles daran gesetzt, dass ich sie auch ja vermissen werde. 🙂 Und glaub mir – ich werde euch vermissen! All die tollen Momente und Erlebnisse werden mir in Erinnerung bleiben und als Nahrung für mein Heimweh sorgen. 🙂

Leider muss ich auch sagen, gab es einige Auseinandersetzungen mit meinen Freunden und Kolleginnen, da ich einfach keine Zeit hatte und nicht allen Erwartungen gerecht werden konnte. Ich konnte mich weder aufteilen noch war ich die aufmerksamste Freundin. Mein Kopf war oftmals nicht ganz bei der Sache und ein bisschen abgeschlossen hatte ich wohl auch schon mit der Schweiz. Ich habe jedoch immer mein Bestes gegeben, was nicht immer gereicht hat. Sorry.

1 Woche vor Abreise – Klappt’s mit dem Visum?

Es gab aber auch stressvolle Tage. Von einem Termin zum Andern. Tag der Botschaft – einfach kurz einmal ganz klein geworden, als ich über mein Vorhaben ausgefragt wurde als wäre ich eine Kriminelle. Zusötzlich hatte ich keine Ahnung ob es wirklich klappt mit dem Visum, die liebe Frau am Schalter konnte mir auch nichts sagen ausser: „Ich sehe es dann wenn ich den Pass zurück erhalte, ob ein Visum drin ist oder nicht“ und wann erhalte ich den Pass? „Ja sicher vor deinem Abflug. Ja denn Pass habe ich erhalten 5 Tage vor Abflug. Und yeeess! Auch das Visum war drin! Zum Glück.

Pass mit Visum

Noch 4 Tage bis Abreise – 40 Grad Fieber!

Nun konnte ich so richtig loslegen mit packen und letzte Admin Aufgaben.
Denkste – Ninja liegt schnell mal kurz flach… 3 Tage vor Abflug liege ich mit 40 Grad Fieber im Bett und starre in mein Zimmer. Welches nur so nach Arbeit schreit. Einkaufen sollte ich auch noch und letzte Erledigungen machen. Ich liege jedoch einfach nur da – das Fieber geht nicht runter – es bleibt stets über 38.5 und ich muss sogar anfangen zu bangen ob ich es auf den Flug schaffe.

Krank mit 40 Grad Fieber und nur noch 3 Tage bis Aflug

2 Tage vor Abreise – DANKE an ALLE die mir geholfen haben!

Zumindest ergab ein Antigentest, dass ich negativ auf Corona bin. Ob ich s wirklich bin, werde ich erst am Sonntag vor Abflug wissen. Die Stunden & Tage vergehen, jetzt steht auf meinem Countdown nur noch 2 Tage… und ich hab noch nichts gepackt und die Läden schliessen auch schon bald. Ich muss mich nun irgendwie aufrappeln. Alle Energie zusammenkratzen und noch Vollgas geben. Zeitgleich aber auch schauen, dass ich meinem Körper genügend Ruhe gönne.
Dank meinen Liebsten, habe ich es dann doch noch irgendwie hingekriegt, sogar einen Kurzbesuch beim Gidor Coiffure habe ich noch hineingequetscht!

Abreise Tag – PCR-Test & Packen

Total erkältet war ich dann am Sonntag morgen vor Abflug noch am Flughafen für einen PCR-Test. Holte noch mein Velo, welches bei einer Freundin geparkt war ab und lieferte noch einige Dinge ab. Nun ab nach Hause packen gehen. Doppelt – mein Zimmer im Hotel Mama musste ich auch wieder abgeben und mein ganzes Leben in Kisten verpacken.

Gepäck für 1 Jahr?

Punkt 7 Uhr war ich dann ready to leave. Einchecken und meine tollen Freunde, welche mich bis an den Flughafen begleiteten verabschieden. Hund, Familie, Freunde – allen musste ich tschau sagen und durch die Schranke in ein fast neues Leben maschieren. Wohlbemerkt immer noch krank. Danke an alle, die mich am Flughafen verabschiedet haben. Nachtflüge bedeuteten für meinen Hals und Nase meistens sonst schon nichts Gutes. DIeses Mal hab ich einfach nur gebetet, dass meine Erkältung besser und nicht schlechter wird.

Landung in JNB

Ich bin gelandet – Flug überstanden – jetzt muss ich nur noch durch den Temperatur-Check kommen und mein Visa muss akzeptiert werden. Draussen, versuchte ich noch einige Dinge gleich zu organisieren. Klappte aber alles nicht so wie gewollt und meine Stimme setzte immer wieder aus Heiserkeit aus. Ab ins Hotel. Als ich auf meinen Shuttle wartete, lernte ich eine weitere Schweizerin kennen, die sich in dasselbe Abenteuer wie ich stürzt. Und wie ich bemerkt habe, auch eher planlos als strukturiert.

Afrika: Sonne und warm richtig? Falsch. Südafrika! Kalt. Im Hotel angekommen, erwartete mich ein eiskaltes Zimmer und nicht etwa aufgrund einer Klimaanlage. Erster kleiner Kälteschock.

Im Hotel trafen immer mehr Leute ein, welche den gleichen Kurs wie ich besuchen werden. Wir lernten uns alle kennen und froren alle gemeinsam. Dann hiess es um 8 Uhr auch bereits Nachtruhe. Ab ins kalte Zimmer, mit Mütze und Pet-Bettflaschen machte ich mich in meine 1. afrikanische Nacht auf. Und ich wusste, das war erst der Anfang. Besser würde es nicht mehr kommen. Ich wusste aber von Anfang an, dass mein grösster Feind, nicht die Tiere, nicht die Busch-WC’s oder das Essen werden sondern die Kälte! Ich habe den Kampf angesagt und werde ihn auch gewinnen! 🙂

1 Tag bin ich nun da!

Im Moment sitze ich bei ca. 20 Grad im T-Shirt vor meinem eiskalten Zimmer und bereite mich nun aber langsam mental auf den Busch vor. Die Abreise war hektisch, chaotisch und leider auch sehr anstrengend. Meine Gesundheit bessert sich in Mäuseschritten. Ich bin nun aber Ready um mein Abenteuer hier in Südafrika zu beginnen. Ich möchte nun endlich los – rein in die Natur. Und den ganzen „Scheiss“ hinter mir lassen.

Wann ich das nächste Mal Internet habe weiss ich nicht. Ihr werdet von mir hören.
Eure Ninja

Man hört sich!

Volleyball zwischen Giraffen und zwei Impala-Beinchen

Ankunft im Camp – Einzug ins Zelt – Wilderness First Aid – schlaflose Nacht, Nyala versucht einzubrechen mit einer Löwin vor dem Zelt – das Abenteuer hat definitiv begonnen. Meine erste Woche: Nachdem wir gefühlt 2 Tage mit dem Bus gereist sind, kamen wir endlich beim Gate zum Game Reserve Selati an. Drei Guides von„Volleyball zwischen Giraffen und zwei Impala-Beinchen“ weiterlesen

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